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25. November - Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Ein wichtiges Thema, auf das der WEISSE RING die Öffentlichkeit, nicht nur anlässlich dieses Tages, immer wieder aufmerksam macht.

Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein großes Problem. Nach wie vor sind Frauen die häufigsten Opfer von sexuellem Missbrauch,Vergewaltigung, häuslicher Gewalt – ob physisch oder psychisch – und von Stalking.

Wenn aus Liebe Verachtung wird

„Es ist leider traurige Realität, dass Frauen gerade auch zu Hause immer wieder geschlagen, gedemütigt und sexuell bedrängt werden“, so Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin des WEISSEN RINGS. Ebenso sagt sie: „Jede Frau hat das Recht, körperlich unversehrt zu leben und nicht durch Tritte, Schläge oder unfreiwillige sexuelle Handlungen misshandelt zu werden. Aber auch massive Nötigungen, Beleidigungen und anderen Formen von psychischer Gewalt gegenüber Frauen müssen tabu sein“.

Opfer häuslicher Gewalt verspüren Angst und Scham häufig sehr intensiv, denn beim Täter handelt es sich um eine ihnen nahestehende Person. Die Dunkelziffer ist daher hoch, in der Regel findet häusliche Gewalt hinter verschlossenen Türen statt. Die Frauen fühlen sich unsichtbar.

Häusliche Gewalt kommt in allen Altersklassen und Bevölkerungsschichten vor, egal ob in Arbeiter- oder Akademikerfamilien. Niemand gibt gerne zu, dass die heile Welt der Familie gar nicht so heil ist, wie sie nach außen hin oft scheint.

Zusammen mit den Betroffenen finden wir einen Ausweg.

Faltblatt „Was aus Liebe werden kann“

Auch Vergewaltigungen werden von den Frauen oft verschwiegen.

Etwa die Hälft aller betroffenen Opfer sprechen nicht darüber. Sie versuchen alleine mit dem Geschehenen zurecht zu kommen. Sie schämen sich. Sie haben Angst, dass ihnen niemand glaubt, ihnen die Schuld dafür zuweist. Aber das Geschehene zu teilen, kann es leichter machen, die Tat zu verarbeiten.

Der WEISSE RING kann auch hier Hilfe und Unterstützung leisten. Niemand ist alleine!

Mehr Informationen finden Sie hier.

Stalking – Wenn Nachstellungen das Leben einschränken.

Hinter jedem Stalkingfall steht eine ganz persönliche Leidensgeschichte. Zwar werden auch Männer Opfer von vorsätzlichen und wiederholten Belästigungen, Bedrohungen und Nachstellungen, doch zumeist sind es Frauen, die hiervor betroffen sind. Zu 80 % sind die Täter Männer. Häufig handelt es sich bei um ehemalige Lebenspartner, aber auch flüchtige Bekannte, Nachbarn, Kollegen oder völlig Fremde können der Täter sein.

Es geht um Kontrolle, Macht und Aufmerksamkeit.

Weiter Informationen und Tipps finden Sie auf unserer Homepage.

Die unterschätzte Gewalt: Stalking

NO STALK App

Stalking muss protokolliert werden, damit der Täter verfolgt und bestraft werden kann. Mit der App NO STALK ist die Dokumentation des Geschehens relativ einfach. Sie ist eine Art Stalking-Tagebuch, mit der Sie Nachstellungen oder sonstige Vorfälle mit dem Smartphone lückenlos dokumentieren können. In Form von Foto-, Video- und Sprachaufnahmen oder als Text-Eintrag. So können Betroffene bei der Polizei handfeste Beweise gegen Ihren Peiniger vorlegen. Es steht im App-Store zum kostenlosen Download bereit.

Ausführliche Informationen und ein Erklärvideo erhalten Sie hier.